Grünes Band: Herleshausen – Treffurt

Hier folgt die Etappe 26 aus dem Buch von Dr. Reiner Cornelius. Sie führt von Herleshausen nach Treffurt. Für mich fiel die Wahl auf diese Etappe, da ich hier gut mit dem Zug anreisen konnte, die Abreise gut mit dem Bus möglich war und ich sowohl Treffurt als auch die Brücke über die Werra (ehem. Flusssperre) bereits kannte.

Start: Bahnhof Herleshausen, Ziel: ehemaliger Bahnhof Treffurt, Bushaltestelle, Länge: ca. 29 km

Die Tour beginnt in Herleshausen am Bahnhof. Unweit davon befindet sich die Werra. In deren Flussmitte verlief an dieser Stelle die deutsch-deutsche Grenze, heute die zwischen Hessen und Thüringen. Herleshausen hat ein Schloss, das aber von der (Bahnhof-)Straße aus kaum einsehbar ist. Aus dem Ort heraus geht es über die Waldstraße unter der Autobahn hindurch, dann rechts (Am Burgberg) über den Hügel nach Willershausen. Dort sollte man am Wasserschloss vorbeischauen. Über die Iftaer Straße geht es den nächsten Hügel hinauf. Das Buch beschreibt hier als Alternative bzw. Ergänzung den Weg über die Landstraße nach Pferdsdorf etwa 1,5 km, bis der Kolonnenweg erreicht wird und dann diesem zu folgen. Dann kann man hier bereits auf dem Kolonnenweg laufen, der hier aber im Wald immer bergauf/bergab mit z.T. nennenswerten Steigungen führt. Bei der Gesamtlänge der Etappe sollte man sich das gut überlegen. Dort, wo der Kolonnenwegs den Weg von Willershausen nach Ifta kreuzt geht es dann hinunter nach Ifta. In Ifta gibt es abseits des Weges noch einen Wachturm auf dem Hügel. In Ifta geht es dann links durch die Feldstr./Augasse auf dem Radweg entlang, bis der Kolonnenweg erreicht wird. Diesen folgt man dann nach rechts bis zum Parkplatz Baumkreuz. Das Baumkreuz ist eine Anpflanzung von Bäumen in Kreuzform. Das besondere hier ist aber noch erhaltene Grenzzaun über mehrere hundert Meter. Am Parkplatz sind ein Denkmal und Hinweisschilder vorhanden. Weiter geht es auf dem Kolonnenweg, der nur ein Stück kaum freigeschnitten durch einen Wald läuft. Dann führt diese langansteigende einen Hügel hinauf, hier kann man noch die Schneise der ehemaligen Grenze erkennen. Das nächste Ziel ist der Heldrastein. Dafür verlässt man den Kolonnenweg und wendet sich nach rechts. Auf dem Heldrastein wurde nach der Grenzöffnung der Turm der Einheit errichtet, ein 30 m hoher Aussichtsturm. Von oben hat man einen wunderschönen Rundblick. In der Sommersaison gibt es hier auch Gastronomie. Auch der Aussichtspunkt an der Felskante sollte besucht werden. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick ins Werratal, auch auf den weiteren Verlauf des grünen Bandes.

Nun folgt der Abstieg ins Tal in Richtung Treffurt, zunächst über eine Treppenanlage. Nach Kreuzung der Landstraße folgt man wieder dem Kolonnenweg, zunächst am Waldrand mit schönen Fernblicken. Nach Abstieg an die Werra erreicht der Weg die Brücke über die Werra. Diese war Teil der sog. Flusssperre, die die schwimmende Überquerung der Grenze verhindern sollte. Heute erinnert eine Tafel daran, an der Brücke selbst kann man noch entsprechende Befestigungen erkennen.

Von hier aus geht es weiter auf dem Kolonnenweg, nun entlang der Werra, bevor man diesen nach rechts nach Treffurt verlässt. Am früheren Bahnhof kann man in den Bus nach Eisenach einsteigen. Die Etappe mit knapp 29 km zwar recht lang, ist aber landschaftlich reizvoll mit netten Ortschaften, einem tollen Aussichtspunkt auf dem Heldrastein und der besonderen Brücke über die Werra.

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